SA

SAVY

Crowdlending

Unsere Bewertung

7,0/10 · Hoch

Sicherheits-Check · Methodik

ECSP-lizenziertECSP (Bank of Lithuania)

Sicherheits-Check

7,0/10 · Hoch
Methodik ansehen
So setzt sich der Sicherheits-Check zusammen▾

Regulierung · Gewicht 25 %

8 / 10

In der EU nach der ECSP-Verordnung zugelassen und beaufsichtigt.

Track Record · Gewicht 15 %

7 / 10

Etablierter Anbieter; es gab jedoch bereits Kapitalverluste (Punktabzug).

Transparenz · Gewicht 15 %

5 / 10

Berichte sind veröffentlicht, aber ungeprüft oder verspätet.

Klumpenrisiko · Gewicht 15 %

10 / 10

Breite Streuung über viele unabhängige Kreditnehmer bzw. Projekte.

Rang & Besicherung · Gewicht 15 %

4 / 10

Unbesichert und ohne Rückkauf – im Ausfall droht Verlust.

Liquidität · Gewicht 10 %

6 / 10

Zweitmarkt vorhanden; der Verkauf kostet laut Anbieter 1 % (laufende oder überfällige Kredite) bzw. 3 % (gekündigte Kredite) – Ausstieg nur gegen Gebühr und bei Nachfrage.

Länderrisiko · Gewicht 5 %

10 / 10

Anbieter und Anlagen liegen im EU/EWR-Raum mit verlässlichem Rechtsrahmen.

Änderungsprotokoll (1) ▾
  • 23.10.2026 · Ausgangswert 7,0 · Erstbewertung nach neuer Methodik, Oktober 2026

So entstehen die Sterne: Sie sind eine vereinfachte Darstellung des Sicherheits-Checks (Score ÷ 2). Der Sicherheits-Check wird ausschließlich aus den Daten berechnet. Affiliate-Vergütungen haben keinen Einfluss.

Zuletzt geprüft: 23.10.2026

Unternehmensbeschreibung

SAVY (Betreiber UAB Bendras finansavimas) ist eine 2014 gestartete litauische P2P- und Crowdfunding-Plattform. Nach Anbieterangaben wurden über 190 Mio. € an Krediten vergeben, mehr als 40.000 Kredite vermittelt und über 18.000 Anleger sind aktiv. Vergeben werden Konsum-, Unternehmens-, Hypotheken- und Immobilienentwicklungskredite an Kreditnehmer in Litauen. Die Plattform gehört zu den älteren Anbietern im baltischen Markt; die Anbieterseite ist allerdings nur auf Englisch und Litauisch verfügbar, was die eigenständige Prüfung für deutschsprachige Anleger erschwert.

Angebot

Anleger investieren ab 10 € je Kredit, manuell oder über Auto-Invest, und können Anteile über einen Zweitmarkt vorzeitig verkaufen. Die Laufzeiten reichen je nach Kreditart von rund 3 Monaten bis zu 10 Jahren. Der gewichtete Portfolio-Zins liegt laut Anbieter im Durchschnitt bei etwa 15,7 % brutto. Nach eigenen Angaben investiert die Plattform in Kredite mit; ein auf der Anbieterseite gezeigtes Anleger-Beispiel nennt rund 15,1 % brutto und etwa 11,3 % nach Ausfällen und Steuern – ein Einzelfall, keine allgemeingültige Erwartung.

Kosten

Zur Gebührenstruktur macht der Anbieter Angaben auf einer eigenen Gebührenseite; konkrete Sätze übernehmen wir hier bewusst nicht, da sie sich je Kreditart und Aktion unterscheiden können. Anleger sollten die aktuell gültige Gebührenseite von SAVY vor einer Investition prüfen. Zusätzlich mindern Kreditausfälle und die im Wohnsitzland fällige Steuer die ausgewiesene Bruttorendite spürbar.

Rechtssicherheit

SAVY (UAB Bendras finansavimas) ist nach der EU-ECSP-Verordnung (VO 2020/1503) lizenziert und untersteht der Aufsicht der Bank von Litauen. Anlegergelder werden nach Anbieterangaben auf einem separaten Konto beim Zahlungsdienstleister Paysera getrennt vom Betriebsvermögen geführt. Die ECSP-Lizenz setzt EU-weite Mindeststandards, schützt aber nicht vor dem Ausfall einzelner Kredite.

Chancen

Der lange Marktauftritt seit 2014, ein breites Spektrum an Kreditarten, die niedrige Einstiegshürde (ab 10 €), Auto-Invest und ein vorhandener Zweitmarkt zur Teil-Liquidität sprechen für die Plattform. Die ECSP-Regulierung und die getrennte Verwahrung der Anlegergelder erhöhen die strukturelle Transparenz gegenüber unregulierten Alternativen.

Risiken

Der hohe durchschnittliche Portfolio-Zins von rund 15,7 % ist Ausdruck eines entsprechend hohen Ausfallrisikos, nicht einer besonderen Gelegenheit. Laut Anbieter zählen Kreditnehmerausfall, mangelnde Liquidität und Insolvenzrisiken zu den zentralen Risiken. Der genannte Netto-Wert (rund 11,3 %) ist ein Einzelbeispiel und keine Zusage. Die nur englisch- und litauischsprachige Plattform erschwert die eigenständige Risikoprüfung für deutschsprachige Anleger.

Für wen eignet sich SAVY?

SAVY eignet sich für erfahrene Anleger, die einen hohen Portfolio-Zins anstreben und ein entsprechend hohes Ausfallrisiko bewusst tragen. Ab 10 € je Kredit lässt sich breit streuen. Wer Englisch- oder Litauischkenntnisse nicht mitbringt, wird sich auf der Website schwer tun.

So funktioniert die Anlage bei SAVY

  1. Registrieren und die Identität bestätigen.
  2. Den ECSP-Kenntnistest absolvieren und Geld einzahlen.
  3. Kredite nach Risikoklasse auswählen oder Auto-Invest einrichten.
  4. Rückzahlungen fließen monatlich zurück; Anteile lassen sich über den Zweitmarkt verkaufen.

Sicherheiten & Rückkauf

Konsumkredite sind in der Regel unbesichert und ohne Rückkaufzusage – Ausfälle tragen die Anleger. Laut Anbieter gibt es einen optionalen Investors' Fund, der Ausfälle teilweise abfedern soll. Hypothekenkredite sind durch Immobilien besichert.

Liquidität & vorzeitiger Ausstieg

Laut Anbieter gibt es einen Zweitmarkt. Der Verkauf kostet 1 % bei laufenden oder überfälligen Krediten und 3 % bei gekündigten Krediten. Ob ein Verkauf gelingt, hängt von der Nachfrage ab.

Steuern

Erträge aus SAVY sind für in Deutschland steuerpflichtige Anleger Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, soweit der Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft ist. Da ausländische Plattformen in der Regel keine deutsche Steuer abführen, müssen Sie die Erträge in der Anlage KAP angeben. Ob im Sitzland eine Quellensteuer einbehalten wird, sollten Sie vorab beim Anbieter prüfen. Mit unserem Steuer-Rechner für Kapitalerträge können Sie die Nettorendite überschlagen.

Unser Fazit zu SAVY

SAVY erreicht in unserem Sicherheits-Check 7,0 von 10 Punkten und damit die Einstufung „Hoch“. Das bedeutet ein vergleichsweise solides Gesamtbild, aber kein risikofreies Investment – Verluste bis zum Totalverlust bleiben möglich. ECSP-Zulassung, lange Historie und Zweitmarkt sprechen für SAVY. Fehlende Besicherung bei Konsumkrediten und bereits getragene Ausfälle sind deutliche Risiken.

Alternativen zu SAVY

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Häufige Fragen zu SAVY

Ist SAVY reguliert?
Ja. SAVY (UAB Bendras finansavimas) ist nach der EU-ECSP-Verordnung lizenziert und untersteht der Bank von Litauen. Anlegergelder werden nach Anbieterangaben getrennt auf einem Konto beim Zahlungsdienstleister Paysera verwahrt. Ein Schutz gegen den Ausfall einzelner Kredite ist damit nicht verbunden.
Wie funktioniert SAVY?
Anleger vergeben – manuell oder per Auto-Invest – Geld an Konsum-, Unternehmens-, Hypotheken- und Immobilienentwicklungskredite in Litauen. Der gewichtete Portfolio-Zins liegt laut Anbieter im Schnitt bei rund 15,7 % brutto; die Plattform investiert nach eigenen Angaben mit.
Wie hoch ist die Mindestanlage bei SAVY?
Ab 10 € je Kredit. Über Auto-Invest lässt sich das Kapital über viele Positionen streuen, was zur Risikominimierung dringend empfohlen wird.
Kann ich bei SAVY vorzeitig aussteigen?
Ein Zweitmarkt ermöglicht den vorzeitigen Verkauf von Anteilen. Ein sofortiger Ausstieg zu jedem Zeitpunkt ist damit jedoch nicht garantiert; bei geringer Nachfrage kann der Verkauf dauern.